Brauen
Braurohstoffe
Brauwasser | Brauwasser |
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| Contributed by Hubert Hanghofer | ||||
| 24. Mai 2005 um 13:36 | ||||
Page 1 of 2 Die Zusammensetzung des Brauwassers übt einen großen Einfluß auf die Bierqualität aus. Die Brauwasserchemie ist sehr komplex und wird leider auch meist so kompliziert als möglich dargestellt. Wir wollen uns aber in der Folge nur auf die brautechnisch wichtigsten Inhaltsstoffe beschränken. CarbonathärteHydrogencarbonate binden Säure und behindern dadurch die natürliche Zunahme des Säuregrades beim Maischen -- der pH-Wert bleibt also zu hoch! Dies hat einige negative Auswirkungen zur Folge:
GesamthärteDie Härtebildner Calcium und Magnesium wirken durch Reaktion mit Malzphosphaten säurefördernd. Der Brauwissenschaftler Kolbach hat festgestellt, daß die säurevernichtende Wirkung von 1 Teil Carbonathärte durch 3.5 äquivalente Teile Calcium oder 7 Teile Magnesium aufgehoben wird. Leider ist ein so hoher Überschuß an Härtebildnern nur selten in natürlichen Wässern enthalten. Restalkalität nach KolbachDie Restalkalität (RA) beschreibt, was von der säurevernichtenden Wirkung der Carbonate übrigbleibt, wenn die Härtebildner in der Maische reagiert haben. Dieser Parameter ist die wichtigste Kennzahl für Brauwässer. Heute wird für helle Biere eine ausgeglichene RA im Bereich von 0°dH angestrebt, für Pilsbiere sogar bis minus 5°dH. Melanoidine -- die farbgebenden Substanzen dunkler Malze, wirken säurefördernd -- dunkle Biere vertragen also höhere RA's bis 10°dH, jedoch ist auch hier ein Ausgleich der Geschmacksqualität keineswegs abträglich! ChloridChlorid fördert die Vollmundigkeit und sorgt für eine weiche, milde Geschmacksabrundung. Beim Maischen fördert Chlorid die Wirkung der a-Amylase. SulfatSulfat begünstigt die Ausbildung einer Hopfenblume und vermittelt eine trockene Bittere, die jedoch ab 180mg SO42-/L mit einigen Biertypen unverträglich wird. |
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| Last Updated ( 01. September 2010 um 07:02 ) | ||||
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